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Chrysanthemen – Kaiserliche Majestäten

Die Chrysantheme, auch Wucher- oder Goldblume genannt, ist eine Pflanze mit besonderer Geschichte. Sie wurde im alten China bereits vor über tausend Jahren kultiviert.

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Schon der chinesische Philosoph Konfuzius erwähnte diese ausdrucksstarke Blume in seinen Schriften. Die aus der Familie der Korbblätler stammende Pflanze besticht durch ihre vielfältigen Blütenformen und unzähligen Farbvariationen. Die Japaner haben die Chrysantheme zur Symbolblume des Kaiserhauses und zur Nationalblume erhoben. Selbst der höchste japanische Orden erhielt ihren Namen: Chrysanthemum-Orden.

Im Jahre 1843 transportierte der Pflanzensammler Robert Fortune im Auftrag der Royal Horticultural Society einige Sorten von China nach England. Drei Jahre später gründete sich dort die erste Chrysanthemen-Gesellschaft, die heute einige tausend Mitglieder hat. Von England aus begann der Siegeszug der Chrysantheme; sie eroberte zuerst Amerika, später Frankreich und das übrige Europa.

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Heute ist die Chrysantheme aus unseren Gärten nicht mehr weg zu denken. In allen Farbschattierungen von Rot bis Rostbraun und in verschiedenen Bronzefarben, in Purpur, Rosa, Gold-Gelb, Weiß und sogar in Lila schmückt sie bis spät in den Herbst hinein Beete, Kübel und Kästen. Sie erfreuen mit halbgefällten, pomponartigen, schirm-, ball-, oder strahlenförmigen, einfachen und anemonenartigen Blütenköpfen.

In Asien werden die schnellwüchsigen Chrysanthemen seit Jahrhunderten in allen denkbaren Formen, wie beispielsweise Drachen, Bonsai und Kaskaden, gezogen. Jeden Herbst präsentieren die Menschen in Dörfern und Städten ihre farbenprächtigen Arrangements. Anfang des letzten Jahrhunderts begannen auch die Franzosen ihre Städte im Burgund und an der Loire alljährlich mit Chrysanthemen-Kaskaden zu schmücken. Wer in Deutschland einmal eine Stadt im Chrysanthemen-Rausch erleben möchte, sollte im Herbst unbedingt nach Lahr fahren.

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Tipps: Chrysanthemen im Topf nicht zu stark gießen, sie mögen keine Staunässe. Sie gedeihen in jedem gut durchlssigen Gartenboden in sonniger Lage und sollten im Frühsommer gedüngt werden. Einige Sorten sind frosthart und schmücken auch noch bei ersten Nachtfrösten Gärten, Terrassen und Balkons.